Tradition & Kunst - die Sachsenklemme

Es war im Jahre 1809, als die Tiroler die bayrische und französische Herrschaft nicht mehr länger akzeptieren wollten. So zogen Schützen aus ganz Tirol vier Male auf den Bergisel, um ihre Landeshauptstadt Innsbruck - und damit ganz Tirol - vor der Fremdherrschaft zu befreien.

Nachdem im Mai die Tiroler zum zweiten Mal die Bayern aus Innsbruck vertrieben hatten, marschierten am 4. August erzürnte Franzosen durch die enge Eisackschlucht in Richtung Süden, um die aufmüpfigen Tiroler zu bestrafen. Genau hier an diesem Ort warteten die Tiroler Schützen nicht auf ein erfrischendes Hofer-Bier und eine köstliche Brotzeit, sondern auf die durchmarschierenden Feinde, um sie mit Steinen und Baumstämmen zu empfangen. Die Franzosen witterten die „Gefahr von oben" und schickten die mit ihnen verbündeten Sachsen voraus in die Schlucht. Und schon donnerte sie los, die Steinlawine. Die Sachsen waren in der Klemme. 500 von ihnen sollen von den Felsblöcken erschlagen oder von den Tiroler Schützen erschossen worden sein.

Wenige Wochen später besiegten die Tiroler am Bergisel die Bayern und Franzosen zum dritten Mal. Der Tiroler Landesregent Andreas Hofer musste Anfang November nach der verlorenen vierten Bergisel-Schlacht heim ins Passeiertal fliehen, wo er auf einer Alm von den Franzosen verhaftet und wenige Tage später, am 20. Februar 1810, in Mantua standrechtlich erschossen wurde.

In herzhaften Karikaturen, gezeichnet von Jochen Gasser (www.jochengasser.com), begleitet Sie dieser Teil Tiroler Geschichte durch das Restaurant. Der Namenspatron der Brauerei - Andreas Hofer - wird zur Leitfigur, ob auf Bierglas, Fass oder Flasche. Es sind seine subtilen Zitate, die das gemütliche und gesellige Biertrinken mit moderner Architektur verbinden.

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